MRT / Kernspintomographie
Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie ist eines der modernsten bildgebenden Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Sie erschließt uns Bereiche, die bisher nicht beurteilt werden konnten und ist völlig frei von schädlichen Nebenwirkungen. Dieses System bringt die millimeterkleinsten Details des gesamten Körpers auf den Monitor und das absolut strahlungsfrei. In unserer Praxis kommt ein offener MRT von Siemens (0,35 Tesla) zum Einsatz, der für die Humanmedizin entwickelt wurde und nun auch in der Tiermedizin neue Maßstäbe setzt. Unsere tierärztliche Praxis gehört damit zu den wenigen privaten Tierarztpraxen in Deutschland, die auf diese zukunftsweisende Diagnostik zurückgreifen können, die lange Zeit den Universitätstierkliniken vorbehalten war.
Was ist die Magnet-Resonanz-Tomographie?
Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT), auch genannt Kernspintomographie oder Magnet-Resonanz-Imaging (MRI), ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen.
Ohne den Einsatz von ionisierenden Strahlen erschließt sie uns die Regionen des Körpers, die bislang dem Röntgen, dem Ultraschall und auch der Computertomographie verschlossen blieben.
Sie besticht durch eine hervorragende Darstellung der inneren Organe, des Weichteilgewebes und der Knochen in verschiedenen Kontrasten. Damit gelingt eine Differenzierung von pathologischen und physiologischen Strukturen sowie eine exakte anatomische Bildgebung in unterschiedlichen Schnittebenen.
Wie funktioniert die Magnet-Resonanz-Tomographie?
Die MRT ist ein Verfahren, das im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Im MRT befindet sich ein sehr starkes Magnetfeld. Dieser zieht die Atome des Körpers an, sie verändern ihre Position.
Schaltet man den Magneten wieder aus, so springen die Atome an ihre ursprüngliche Position zurück. Dabei senden die Atome Signale aus, die durch hoch empfindliche Antennen gemessen werden können.
Ein Computer berechnet aus den Signalen ein Schnittbild durch den Körper. Im Gegensatz zur Computertomographie können bei der MRT neben horizontalen Schichtebenen auch noch andere Schnittebenen dargestellt werden, ohne die Lage des Patienten zu ändern.
Wann wird die Magnet-Resonanz -Tomographie durchgeführt?
Ein Hauptgrund für die Anwendung ist, dass sie sehr genaue und differenzierte Darstellungen aller Körpergewebe liefert, vor allem nicht-knöcherner Strukturen, wie z. B. Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Meniskus und Gehirn. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungsherde, können auf diese Weise entdeckt werden. Strukturen mit einem geringen Wassergehalt – z. B. Knochen und Lunge – können dagegen mit der MRT nicht gut dargestellt werden.
Einsatz der MRT
Es können praktisch alle Bereiche des Körperinneren mit Hilfe der MRT dargestellt werden. Die Hauptanwendungsgebiete haben wir für Sie in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Körperregion | Einsatz bei folgenden Fragestellungen |
| » Gehirn | Tumore, erworbene oder angeborene Fehlbildungen (Hydrozephalus, Zysten), vaskuläre Veränderungen, Traumafolgen (Blutungen, Frakturen), entzündliche Prozesse |
| » Weichteile Kopf | Erkrankungen der Ohren (äußerer Gehörgang, Bulla tympanica), der Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen, des Retrobulbärraumes, des Pharynx |
| » Wirbelsäule | Bandscheibenveränderungen, Diagnostik der Cauda equina, intra- oder extraaxiale Spinaltumoren, Entzündungen, anatomische Variationen und Fehlbildungen (z. B. Arachnoidalzysten), Wirbelkörperfrakturen, Knochenmetastasen |
| » Gelenke | Bänder (bes. Kreuzbänder), Knorpel (OCD), Darstellung der Menisken, Knochen (FPC), Ergüsse, Tumore |
| » Sehnen | Entzündungen, Degenerationen, Rupturen |
| » Muskulatur und Weichteile | Informationen über die Lage und die Ausdehnung eines Tumors (z. B. Sarkom), von Entzündungen oder Blutungen |
| » Beckenhöhle | ergänzendes Verfahren zu Röntgen und Ultraschall zur genaueren Abgrenzung von Tumoren und entzündlichen Prozessen (paraprostatische Zysten, Prostataabszesse) |
| » Knochenmark, Knochen | genaue Ausdehnung von Tumoren, okkulte Frakturen |
| » Thorax, Mediastinum, Pleurahöhle, Abdomen (Leber, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse) | ergänzendes Verfahren zu Röntgen und Ultraschall zur genaueren Abgrenzung von Tumoren und entzündlichen Prozessen (z. B. Nebennierenrindentumor, Prostatatumor) |
» coronarer Schnitt einer
Schildkröte

» coronarer Schnitt eines
Kopfes (Katze)

» sagitaler Schnitt einer Wirbel-
säule (Hund)

» sagitaler Schnitt eines Knie-
gelenkes (Katze)

» sagitaler Schnitt eines
Kopfes (Hund)

» transversaler Schnitt einer
Leber (Hund)

» transversaler Schnitt eines
Kopfes (Hund)

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